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1.2.2 Super Mario Bros.: The Lost Levels

SCHNEERIPPCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGOS.

Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab, da saß eine Königin, die in ihrer Freizeit gern Tiere schlachtete und Fleischwolfmarmelade und Grillfleisch daraus machte an einem Fenster,
das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und hackte, und stückelte. Und wie sie so hackte und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee.
Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, musste sie wieder an die Rippchen denken, die sie so gern hatte, und sie dachte bei sich 'hätt ich ein Kind so weiß wie Rippchen, so rot wie Blut, und so schwarz wie schwarzer Parmerschinken'
Bald darauf bekam sie ein Töchterlein, das war so blass und fein weiß wie Rippchen, so rot wie Blut, und so schwarzhaarig wie schwarzer Parmerschinken, und ward darum das Schneerippchen genannt. Und wie das Kind geboren war, starb die Königin, die so gern hackte.

Über ein Jahr nahm sich der König, der nebenbei ein übler Schwerenöter war, eine andere Gemahlin,weil der Spaß nicht zu kurz kommen sollte. Die neue war eine schöne Frau, aber sie war stolz und übermütig, nebenbei noch fetter als die davor und konnte nicht leiden,
daß sie an Schönheit von jemand sollte übertroffen werden. Sie hatte einen wunderbaren sprechenden,vor fett glänzenden Seranoschinken, wenn sie vor den trat und sich darin beschaute, sprach sie:

'Schinken, Schinken an der Wand,
wer ist die Schönste im ganzen Land?'

So antwortete der Schinken:

'Frau Königin, Ihr seid die Schönste im Land.'
Da war sie zufrieden, denn sie wußte, daß der Schinken die Wahrheit sagte

Schneerippchen aber wuchs heran und wurde immer schöner und feiner, zarter und lieblicher, und als es sieben Jahre alt war, war es so schön wie der klare Tag, und schöner als die Königin selbst. Und schlanker. Als diese einmal ihren Schinken fragte:

'Schinken, Schinken an der Wand,
wer ist die Schönste im ganzen Land?'

So antwortete er:

'Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
aber Schneerippchen ist tausendmal schöner und dünner als Ihr.'

Da erschrak die Alte, ging in die luft und stieg gaaanz hoch- und ward gelb und grün vor Neid.

Von Stund an, wenn sie Schneewittchen erblickte, kehrte sich ihr das Herz im Leibe herum, so haßte sie das Mädchen. Und der Neid und Hochmut wuchsen wie ein Unkraut in ihrem Herzen immer höher, daß sie Tag und Nacht keine Ruhe mehr hatte. Da rief sie einen Jäger und sprach:
'Bring das Kind hinaus in den Wald, ich will es nicht mehr vor meinen Augen sehen. Du sollst es töten und mir Nackensteak und Leber zum Wahrzeichen mitbringen.'

Der Jäger gehorchte und führte es hinaus, und als er den Hirschfänger gezogen hatte und Schneerippchens unschuldiges Herz durchbohren wollte, fing es an zu weinen und sprach: 'Ach, lieber Jäger, laß mir mein Leben; ich will in den wilden Wald laufen und nimmermehr wieder heim kommen.'
Und weil es so schön war, hatte der Jäger Mitleid und sprach: 'So lauf hin, du armes Kind.' 'Die wilden Tiere werden dich bald gefressen haben,' dachte er, und doch wars ihm, als wär ein Stein von seinem Herzen gewälzt, weil er es nicht zu töten brauchte. Und als gerade ein junger Frischling dahergesprungen kam,
 stach er ihn ab, nahm Nackensteak und Leber heraus, und brachte sie als Wahrzeichen der Königin mit. Der Koch mußte sie in Salz kochen, und das boshafte Weib aß sie auf und meinte, sie hätte Schneerippchens Nackensteak und Leber gegessen. Das war ein fataler Fehler, und fortan quälten sie Bauchschmerzen und gräßliche Träume.

Nun war das arme Kind in dem großen Wald mutterseelig allein, und ward ihm so angst, daß es alle Blätter an den Bäumen ansah und nicht wußte, wie es sich helfen sollte. Da fing es an zu laufen und lief über die spitzen Steine und durch die Dornen, und die wilden Tiere sprangen an ihm vorbei,
 aber sie taten ihm nichts. Es lief, solange nur die Füße noch fort konnten, bis es bald Abend werden wollte, da sah es ein kleines Häuschen und ging hinein, sich zu ruhen. In dem Häuschen war alles klein, aber so zierlich und reinlich, daß es nicht zu sagen ist. Da stand ein weißgedecktes Tischlein mit sieben kleinen Fleischwölfen,
jeder mit seinem Kotelett, ferner sieben Messerlein und Gäblein, und sieben Becherlein. An der Wand waren sieben Bettlein nebeneinander aufgestellt und schneeweiße Laken darüber gedeckt. Schneerippchen, weil es so hungrig und durstig war, aß von jedem Tellerlein ein wenig Gemüs und Brot, und trank aus jedem Becherlein einen Tropfen Wein; jawohl, Wein,
denn es wollte nicht einem allein alles wegnehmen. Hernach, weil es so müde war, legte es sich in ein Bettchen, aber keins paßte; das eine war zu lang, das andere zu kurz, bis endlich das siebente recht war: und darin blieb es liegen, befahl sich Gott und schlief ein.

Als die Herren des Hauses, die Zwerge heimkehrten (sie arbeiteten in einer Schokoladenfabrik) wunderten sie sich über die Unordnung und sie fragten sich: 'Wer hat an meinem Fleischwolf gedreht? Wer hat meinen Wein getrunken? Sie entdeckten Schneerippchen doch sie hatten mitleid mit ihr und ließen sie schlafen. Als sie alle am morgen aufwachten, erschrak Schneerippchen. Doch sie wollte eine Unterkunft haben, also versprach sie zu kochen, zu nähen, zu waschen, zu säubern und zu putzen
während die Zwerge arbeiteten. Sie verprach fleißigen Haushalt.

Die Königin aber, nachdem sie Schneewittchens Nackensteak und Leber glaubte gegessen zu haben, dachte nicht anders, als sie wäre wieder die erste und Allerschönste, trat vor ihren Schinken und sprach:

'Schinken, Schinken an der Wand,
wer ist die Schönste im ganzen Land?'

Da antwortete der Schinken:

'Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
aber Schneerippchen über den Bergos
bei den sieben Zwergos
ist noch tausendmal schöner als Ihr.'

Da erschrak sie, denn sie wußte, daß der Serano Wahrheit sprach, und merkte, daß der Jäger sie betrogen hatte und Schneerippchen noch am Leben war.
Sie ward erneut sehr explosiv vor Neid und wollte die Sache selbst aus der Welt schaffen. Sie verkleidete sich als Bauer.
Damit war das Problem vorerst gelöst. Teil zwei des Planes war: sie ging in den Wald und suchte Schneerippchen auf. Schrecklicher Gesang lockte sie an und zeigte ihr den Weg. In der Tasche hatte sie vergiftete Koteletts.
Als sie nahe am Ziel war, erkannte sie die Schönheit und ward noch angespornter von Zorn. Sie klingelte, dann stellte sie sich vor.

Schneerippchen streckte den Kopf zum Fenster heraus und sprach: 'Ich darf keinen Menschen einlassen, die sieben Zwergos haben mirs verboten.' 'Mir auch recht,' antwortete der Bauer, 'meine Koteletts will ich schon los werden. Da, einen will ich dir schenken.' 'Nein,' sprach Schneerippchen, 'ich darf nichts annehmen.'
'Fürchtest du dich vor Gift?' sprach der Penner, 'siehst du, da schneide ich das Kotelett in zwei Teile; den roten Teil iß du, den weißen will ich essen.' Das Kotelett war aber so künstlich gemacht, daß der rote Teil allein vergiftet war.

Als Schneerippchen sah, dass der Bauer von dem Kotelett aß, konnte sie nicht widerstehen und nahm das kalte, rohe Fleisch in ihre Hände und verschlang es lüstern mit einem Bissen. Kaum hatte sie geschluckt, fiel sie tot zu Boden.
Der Bauer ließ seine Maskerade fallen und ging heim. Als die alte Hexe den Schinken fragte antwortete er endlich : 'Ihr seid die Schönste im ganzen Land.'

Die Zwergos fanden Schneerippchen tot auf. Sie weinten bitterlich und trauerten. Sie legten es in einen gläsernen Sarg und trugen es fort. Nocheinmal betrachteten sie das schöne Mädchen, dass sie so geliebt. Und sie wollten grad den Sarg in eine Erdgrube senken, als plötzlich der kleinste Zwergo stolperte und den Sarg losließ. Da geschah es: Schneerippchen hustete ein ganzes Kotelett aus. Es steckte ihr bloß im Hals, und nun ward es wieder wach. Die Zwergos feierten und freuten sich, doch Schneerippchen hatte noch eine
Rechnung offen. Des Nachts schlich es sich zur bösen Königin...die Stille der Nacht...da, ein quietschen...ein Knartschen der Tür...ein knackendes sehr leises, doch wahrnehmbares Geräusch...ein silbriges Aufblitzen..., ein kurzer Schrei, ein krächzendes 'Graaa' und wieder Stille. Am nächsten Morgen fand man die Königin erschlagen mit ihrem eigenen Seranoschinken auf dem Boden. Schneerippchen lud die Zwergosinos zu sich ins Schloss und zog wieder zu seinem Vater.

ENDE.
20.1.09 15:40
 


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